Bei netzgekoppelten Systemen dient ein zusätzlicher Batteriespeicher als Notstromquelle für den Fall eines Netzausfalls. Die Studer-Standardanwendung hält die Batterie vollständig geladen und versorgt die Verbraucher mit Solar- und Netzenergie. Wenn die Einspeisung ins Netz zugelassen ist, wird überschüssige Solarenergie ins Netz eingespeist. Andernfalls wird überschüssige Solarenergie bei Standardeinstellungen nicht genutzt.
Mit der Eigenverbrauchsfunktion ermöglicht das xtender-System, die Batterie nachts zu entladen, um überschüssige Solarenergie für den nächsten Tag zu speichern und so den Anteil der vor Ort verbrauchten Solarenergie zu erhöhen.

Für die Konfiguration des Eigenverbrauchs in Ihrem xtender-System stehen folgende Optionen zur Verfügung:
- Batterieprioritätsfunktion:
Durch Aktivieren dieser Funktion (1296) wird eine Batterieprioritätsspannung (1297) als Referenzwert festgelegt, und das Verhalten des xtender ändert sich, je nachdem, ob die Batteriespannung über oder unter diesem Wert liegt:- Batteriespannung über Batterie-Prioritätsspannung
- Die Batterie wird nur mit Energie aus variotrack/variosring (Solar) und nicht aus dem Netz geladen.
- Der AC-Eingangsgrenzwert wird automatisch vom vom Benutzer eingestellten Wert (1107) auf einen Mindestwert von 1 Ampere reduziert.
- Batteriespannung unter Batterie-Prioritätsspannung
- Die Batterie wird sowohl über variotrack/variostring (Solar) als auch über das Stromnetz (AC-Eingang) geladen.
- Der AC-Eingangsgrenzwert bleibt auf den vom Benutzer eingestellten Wert (1107) festgelegt.
- Vorteile:
- Das Stromnetz steht bei Verbrauchsspitzen im Wechselstrombereich jederzeit zur Unterstützung bereit.
- Der xtender befindet sich immer im Transfer-/Boost-/Ladezustand. Es gibt keinen Übergang von einer Funktion zur anderen.
- Nachteile:
- Es wird immer mindestens 1 Ampere aus dem Netz verbraucht. Es ist nicht möglich, einen Verbrauch von 0 aus dem Netz zu erreichen.
- Es gibt einen Überschuss an Solarenergie, der nicht genutzt wird.

- Batteriespannung über Batterie-Prioritätsspannung
- Stromnetz als Generatorfunktion
In diesem Fall nutzen wir das Netz so, als wäre es ein Generator. Der xtender wird vom Netz getrennt, sobald die Batterie einen in den Einstellungen festgelegten Ladezustand erreicht. Die Fernzugriffsfunktion wird entsprechend dem Status von „Auxiliar 1“ automatisch aktiviert. Die Fernzugriffsfunktion ermöglicht den Netzanschluss, indem sie die Sperre des Übertragungsrelais (1538) aufhebt.
- Vorteile:
- Der Eigenverbrauch von Solarenergie wird im Vergleich zur ersten Option maximiert.
- Wenn der xtender vom Netz getrennt ist, beträgt der Verbrauch aus dem Netz 0.
- Nachteile:
- Beim Übergang vom Netzbetrieb in den Inselbetrieb kommt es zu einer kurzen Unterbrechung (max. 15 ms).
- Bei Spitzenlast im netzunabhängigen Betrieb wird der xtender nicht vom Stromnetz unterstützt, sodass ein höheres Risiko einer Überlastung besteht.

- Vorteile:
- Eigenverbrauch mit Lithium-Batterien (xcom CAN)
Wenn der xtender zudem mit Lithium-Batterien betrieben wird, die über die vom xcom CAN-Zubehör bereitgestellte Bridge kommunizieren, lässt sich der Eigenverbrauch dank des Parameters „SOC for backup“ {6062}, der standardmäßig auf 20 % eingestellt ist, ganz einfach konfigurieren.
